

Am 6. Oktober hat SAP den Kundenrollout von Joule Work gestartet. Die Idee: Statt sich durch Anwendungen zu klicken, beschreiben Mitarbeitende in eigenen Worten, was sie erreichen wollen. Joule Work bündelt dann Erkenntnisse, Anwendungen und KI Unterstützung an einer Stelle und koordiniert die passenden Agenten im Hintergrund. Die allgemeine Verfügbarkeit der neuen Assistenten und Agenten beginnt laut SAP im Oktober, aktiviert werden sie über das Portal SAP for Me.
Mit der Autonomous Suite will SAP mehr als 50 fachlich spezialisierte Joule Assistenten bereitstellen, die aus über 200 spezialisierten Agenten schöpfen. Über Joule Studio können Fachanwender und Entwickler eigene Agenten bauen, von No Code bis Pro Code, und dabei aus mehr als 70 KI Modellen wählen. Zusätzlich hat SAP einen Fonds über 100 Millionen Euro für Partner aufgelegt, die Kunden bei der Einführung helfen. Daneben stieg SAP mit SAP Pay in den Zahlungsverkehr ein.
Über das Agent2Agent Protokoll kann Joule mit KI Agenten anderer Anbieter zusammenarbeiten. Der geschäftliche Kontext aus SAP soll so auch in Abläufe fließen, die außerhalb von SAP laufen. Wichtig für die Governance: Agenten handeln laut SAP nur im Rahmen der Berechtigungen des jeweiligen Nutzers, Freigaben und Kontrollen bleiben bestehen.
SAP setzt Joule Work bereits intern ein und berichtet von rund 20 Prozent Produktivitätsgewinn in Finanzen, HR und Einkauf. Das ist eine Herstellerzahl und sollte entsprechend gelesen werden, sie zeigt aber, wohin die Reise geht.
SAP verschiebt den Schwerpunkt von einzelnen KI Funktionen hin zu einer Oberfläche, die Arbeit über Prozesse hinweg steuert. Für Unternehmen, die neben SAP auch ServiceNow betreiben, ist vor allem die Agent2Agent Offenheit spannend: Sie entscheidet, ob Agenten beider Welten künftig sauber zusammenarbeiten oder ob neue Silos entstehen.
Quellen: SAP News, Unite.AI, Futurum Group, SAP Blog.